7 Schmerzen Maria

Sieben Schmerzen Maria

Quelle: Ältere Ausgabe des Serkenroder Pfarrbriefes – Danke dafür an: Elisabeth Jostes

Die Betrachtung der „Sieben Schmerzen Mariens“ ist eine alte, heute nicht mehr sehr verbreitete, Andachtsform der Marienverehrung. In Serkenrode gibt es seit langer Zeit die bildliche Darstellung dieser Andacht in sieben Bildstöcken.

Weitere Infos zu den „Schmerzen Mariens“ (Quelle: wikipedia.de)
Gedenktag zum Gedächtnis der Schmerzen Mariens am 15. September (im katholischen liturgischen Kalender). Die vorkonziliare Bezeichnung war Sieben Schmerzen Mariens, wobei die Zahl Sieben eine Totalität bezeichnete, in der Volksfrömmigkeit aber auch mit einzelnen Lebensstationen Marias verbunden wurde.
Der 15. September mit dem Fest Dolores, dem „Gedächtnis der Sieben Schmerzen Mariens“, wurde 1814 von Papst Pius VII. eingeführt.

Am alten Kirchweg, Serkenrode-Schliprüthen, beim Hof Reuter (Hemke) beginnend, waren die ursprünglichen Standorte dieser Stationen. Nachdem Serkenrode selbständige Pfarrvikariegemeinde geworden war, vereinsamten die Bildstöcke am früheren Kirchweg.
Um die beliebte Andachtsübung zu erhalten, wurden Ende der Zwanziger Jahre die Bildstöcke am Weg von der Josefskapelle bis zum Kreuz auf dem Lingscheidkopf aufgestellt.

 

 

Die Siebenschmerzen-Stationen

  1. Weissagung Simeons
  2. Flucht nach Ägypten
  3. Suche nach dem 12jährigen Jesu
  4. Begegnung zwischen Jesus und seiner Mutter am Kreuzweg
  5. Tod des Sohnes am Kreuz
  6. Der tote Sohn im Schoß seiner Mutter
  7. Begräbnis Jesu

Die damaligen Bilder (Drucke oder Stiche) wurden beim Tieffliegerangriff auf einen Lazarettzug am 14.03.45 und in den letzten Kriegstagen April 1945 stark beschädigt. Herr Vikar Stapelmann ließ dann 1950 vom Bildhauer Kanth aus Bochum neue, in Eichenholz geschnitzte Bilder einsetzen, die alle gestiftet (je DM 50,–) und am 19.03.50 eingeweiht wurden.

Wenigstens einmal in jedem Sommer wurde wieder eine gemeinsame Andacht an den Stationen gehalten, aber viele Einzelbeter, besonders aus dem Unterdorf und Ramscheid gingen regelmässig den Weg der „Sieben Schmerzen“ im Lingscheid. 1976 wurden die Bilder vom Bildhauer Lorenz restauriert.

Aber in diesem, besonders für ältere Leute beschwerlichen Weg, wurde es erneut einsam um die Bildstöcke. Der Kirchenvorstand beschloss daher im Jahre 1992 neue Aufstellungsorte zu suchen. Der Weg vom Friedhof zur Hemke wurde hierfür als am besten geeignet ausgewählt.

1999 zeigte sich, dass die durch Witterungseinflüsse stark beschädigten Bilder nicht mehr zu restaurieren waren. Bei der Holzbildhauerei Benteler in Lippstadt wurden mit einer Kopierfräse Rohlinge nach den alten Bildern hergestellt. Die Kosten betrugen DM 420,–.

Alle weiteren Arbeiten wurden kostenlos von Gemeindemitgliedern erledigt.
Paul Geueke übernahm die Vorbereitung des Holzes und den Einbau der fertigen Bilder. Das Feinschnitzen der Rohlinge erledigte im Laufe eines Winters Martin Schneider. Die farbliche Fassung im Nazarenenstil wurde von Alois Reker ausgeführt, der auch die erforderlichen Farben beschaffte.

 

1. Weissagung Simeons

 

2. Flucht nach Ägypten

 

3. Suche nach dem 12. jährigen Jesu

 

4. Begegnung zwischen Jesus und seiner Mutter am Kreuzweg

 

5. Tod des Sohnes am Kreuz

 

6. Der tote Sohn im Schoß seiner Mutter

 

7. Begräbnis Jesu

 

2014 wurden die Stationen erneut überarbeitet. Das inzwischen „blind“ gewordene Plexiglas wurde gegen Glasscheiben ausgetauscht, der jeweilige Stein mit einem kleinen Dach versehen und zum Schutz des Glases ein Gitter angebracht.